Auf ihrer Reise durch Kalifornien entdeckte Claudia einige Familien-Highlights von Los Angeles: den Nervenkitzel der Universal Studios im Kontrast zur informativen Film-Tour bei Warner Bros., kreative Farbexplosionen im The Broad und MOCA – und zum Abschluss einen Einblick in Venice Beach mit seinem legendären Boardwalk, Muskel-Shows und verschlungenen Kanälen.
Vier Tage in Los Angeles – unsere Airbnb-Unterkunft im entspannten Stadtteil Echo Park lag nicht weit von den Universal Studios Hollywood, unserem ersten Highlight, entfernt.
Highlights in Los Angeles für Familien
Wir sind in den vier Tage vor allem in die Kunst- und Filmwelten der Metropole eingetaucht, aber es gibt natürlich noch viel mehr zu entdecken. Auf der Website discoverlosangeles.com könnt ihr euch informieren.


Universal Studios Hollywood
Der Themenpark ist groß, bunt und sehr amerikanisch und hinter jeder Ecke wartet die nächste Attraktion. Es erwarten euch Achterbahnen, Shows, Effekte und berühmte Filmwelten wie Harry Potter, Jurassic World, Transformers, die Minions und Super Nintendo World.

Eines unserer Highlighs war die Wizarding World of Harry Potter. In ihr kann man das Schloss Hogwarts bestaunen, den The Three Broomsticks Pub besuchen oder sich in Ollivanders Zauberstabladen umschauen – ausnahmslos mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Im imposanten Hogwarts Castle wartet „Harry Potter and the Forbidden Journey“ als Hauptattraktion: Ihr könnt durch das Schloss laufen, Porträts, Dumbledore und Geister sehen, bevor ihr auf einer “magischen Sitzbank” startet.
Die Fahrt mischt reale Kulissen, Projektionen und Bewegungen – ihr fliegt auf einem Besen durch den Verbotenen Wald, weicht Riesen, Dementoren und Drachen aus, landet schließlich im Quidditch-Stadion. Es ist ein intensives Erlebnis, das Filmfeeling und Thrill verbindet, da braucht man starke Nerven!

Die Studio-Tour in den Universal Studios Hollywood ist eine spannende Attraktion des Parks, die ihr unbedingt machen solltet und führt in 45-60 Minuten in einer offenen Tram durch ein echtes, noch aktives Filmstudio in den Hügeln oberhalb von Los Angeles.

Unterwegs sieht man berühmte Kulissen wie den „Back to the Future“-Court House Square, Straßenzüge, die New York oder mexikanische Dörfer darstellen, das „Psycho“-Haus und weitere klassische Sets.
Mehrere Abschnitte sind wie kleine Rides mit Spezialeffekten inszeniert und sind wirklich unterhaltsam und gut gemacht, vor allem eine Flash-Flood-Straße mit künstlichem Regen und Sturzflut – das hat sich sehr echt angefühlt! Es ist ein echtes Gesamtpaket aus Spaß, Action und Filmspektakel. Man kann dort leicht einen ganzen Tag verbringen, weil es viele Attraktionen, Restaurants und Shopping-Möglichkeiten gibt.
Warner Bros. Studio-Tour
In Sichtweite, nicht weit entfernt findet man die Warner Bros. Studios, im Vergleich ruhiger, echter und ein bisschen mehr „Wow, so entstehen Filme!“.
Statt großer Achterbahnen gibt es hier die legendäre zweistündige Studio-Tour im offenen Bus, man fährt übers Gelände und steigt an Orten wie New Yorker Straßenzügen oder Gilmore Girls-Sets aus, sieht die Friends-Couch oder Batmobile aus Batman.




Guides erklären live, und je nach Glück sieht man echte Dreharbeiten oder Stars. Sehr spannend fanden wir den Film zur Studio-Geschichte, der ganz am Anfang der Tour zu sehen ist. Warner Bros. fühlt sich an wie ein spannender Museumsbesuch.

Sehenswerte Kunst und sichtbare Armut in Los Angeles
Downtown L.A. findet man gleich zwei bedeutende Museen für zeitgenössische Kunst: The Broad und das Museum of Contemporary Art (MOCA).
Daneben werden hier aber auch die sozialen Spannungen der Stadt, des Landes sichtbar. Die Obdachlosigkeit ist ein ernstes gesellschaftliches und deutlich sichtbares Problem. Viele Menschen leben ohne feste Unterkunft, oft aufgrund von steigenden Mieten, Arbeitslosigkeit, gesundheitlichen Problemen oder fehlender sozialer Unterstützung.

Man kann es nicht übersehen und wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass diese Abgründe neben den faszinierenden Traum-, Film- und Kunstwelten existieren. Doch die Initiativen der Bürgermeisterin von Los Angeles Karen Bass zeigen Wirkung, sodass im zweiten Jahr in Folge ein Rückgang der Obdachlosigkeit zu verzeichnen ist.

Direkt neben der sehenswerten Walt Disney Concert Hall, die das Los Angeles Philharmonic Orchestra beheimatet, findet man The Broad, ein Beton-Juwel.
Top-Kunstmuseum in Los Angeles: The Broad
Der amerikanische Milliardär, Mäzen und Kunstsammler Eli Broad gründete zusammen mit seiner Frau Edythe das Museum, um ihre umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Im The Broad findet man Werke von Jasper Jones, Kusamas bunte Punkte-Infinity-Räume, Yayoi-Kusamas Kürbisse und Jeff Koons Ballon-Hunde und vieles Sehenswerte mehr.

Wir haben die Broad Collection Tour gemacht und waren sehr beeindruckt wie spannend, lehrreich und unterhaltsam uns alles erklärt wurde.

Wer länger in L.A. verweilt kann an kostenlosen Family Weekend Workshops teilnehmen: Bastelt eure eigenen Kunstwerke, inspiriert von den Ausstellungen, lernt und nehmt was mit heim – perfekt für kreative Kinder, aber nur mit Vorreservierung.
Bedeutende Kunstsammlung in Los Angeles: MOCA – Museum of Contemporary Art
Gleich nebenan liegt das MOCA Museum of Contemporary Art, das 1976 von Kunstsammlern gegründete wurde und zu den wichtigsten Institutionen für Gegenwartskunst in den USA zählt. Pop-Art von Roy Lichtenstein, Jackson Pollocks Action-Paintings und ein ganzer Raum voller Rothko-Farbenwände.

Im weiter östlich gelegenen Geffen Contemporary, 152 North Central Avenue, einer ehemaligen Reparaturwerkstatt für Polizeiwagen, werden die etwas avantgardistischeren Werke des MOCA gezeigt. Wir hatten das Glück, dort „Open“, eine Ausstellung von Olafur Eliasson zu sehen – eine schillernde Vielfalt an Sinneserfahrungen.
Entspannt in Venice Beach
Wenn ihr es nach all dem Sightseeing entspannter mögt, sei euch Venice Beach ans Herz gelegt. Hier gibt es Palmen, Sonne und ganz viel Beach. Von Santa Monica sind es drei Kilometer Weg auf dem Boardwalk.

Der Venice Ocean Front Walk ist einer der besten Orte in L.A., um Leute zu beobachten – von der bunten Vielfalt der Einheimischen bis hin zu Besucher:innen aus aller Welt. Mittendrin viele Obdachlose, die dort nachts ihre Zelte aufschlagen.

Auf der betonierten Promenade ist für jede:n etwas dabei: Auf der einen Seite gibt es Spezialitätenläden, Restaurants und einzigartig gestaltete Wohnhäuser, auf der anderen Seite eine Vielzahl von Straßenkünstler:innen, Maler:innen, Wahrsager:innen und vieles mehr.

Ein Spaziergang durch die historischen Venice Canals, die 1905 angelegt wurden, bietet eine ruhige, malerische Alternative zum trubeligen Venice Beach Boardwalk. Die Wege führen an idyllischen Häusern und sechs Kanälen vorbei, besonders der Grand Canal ist sehenswert.

Die Kanäle wurden von Abbot Kinney als „Venedig von Amerika“ entworfen. Idyllischer Spaziergang mit spannenden Einblicken, die Wege führen direkt an den Vorgärten der teuren Häuser vorbei.
Los Angeles – Stadt der Kontraste
Die Reise durch Los Angeles zeigt eine facettenreiche Metropole, in der Filmindustrie, moderne Kunst und urbanes Leben eng miteinander verwoben sind. Zwischen den imposanten Studiotouren, zeitgenössischer Museumsarchitektur und dem offenen Treiben an Venice Beach wird deutlich, wie vielfältig und kontrastreich die Stadt ist.

Neben all dem Glanz bleibt auch Raum für gesellschaftliche Realität – ein ehrlicher Blick, der L.A. als lebendige, widersprüchliche und zugleich faszinierende Stadt erfahrbar macht.
Herzlichen Dank an Lieb Management & Beteiligungs GmbH für die Unterstützung. Der Bericht erfolgte ohne Bezahlung oder Einflussnahme beim Besuch der Attraktionen.
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