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Raumgewinn – Wohnen mit Kindern

Kreativschaffende und ihre Raumkonzepte für Kinder: Eine Architektin vertieft ihre Beziehung zu Textilien, zwei Innenarchitektinnen mischen herkömmliche Farbwelten für Kitas auf, ein Designer:innen-Paar baut individuelle Möbelwelten.

Ihre Ideen zum Wohnen mit Kindern setzen sie sowohl erfolgreich im Beruf, als auch daheim in den eigenen vier Wänden um.

Wohnen mit Kindern: Raumgestaltung mit Textilien

Lara, Konstantin (5), Felix (7), Julius (7) und 1000 Stoffe

Füchse in fantasievollen Wäldern. Tausende Schwalben auf leuchtendem Grund. Ein Fischschwarm. Alle Bewohner:innen der Arche Noah auf Baumwolle. Meterlang. „Streng genommen habe ich gar nicht 1000, sondern nur 700 Stoffarten hier,“ gesteht Lara Eichwede, seit drei Jahren Inhaberin von 1000stoff. „Diese bieten aber unzählige Möglichkeiten kreativen Spielraums!“

Einrichtungstipps von Profis // HIMBEER
Lara Eichwede von 1000stoff. © Sibylle Baier

Die dicken Stoffrollen schmiegen sich hochkant aneinander, in einfachen Holzregalen lehnen Raketen an Piraten, florale Motive konkurrieren mit geometrischen. „Ich stehe derzeit eher auf grafische Stoffe,“ meint Lara. So vielfältig wie die Stoffe sind auch ihre Verwendungsmöglichkeiten. Das weiß sie nicht nur aufgrund ihres professionellen Backgrounds als Architektin, auch in ihren eigenen vier Wänden hat sie schon so manches Einrichtungselement aus Stoff kreiert.

Räume mit Stoffen und Farben gestalten // HIMBEER
© Sibylle Baier

Aus dem Schaufenster ihres Ladens kann sie direkt ins Kinderzimmer ihrer drei Söhne blicken. Vis-à-vis wohnt Lara seit acht Jahren mit ihren Zwillingen Felix (7) und Julius (7) sowie Konstantin (5) und ihrem Mann Moritz, ebenfalls Architekt. Die fünfköpfige Familie bewohnt eine Fünf-Zimmer-Altbauwohnung, in der die drei Kinder ein gemeinsames Schlaf- und ein Spielzimmer bewohnen.

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern : Spielvorhang // HIMBEER
Wohnen mit Kindern: Spielvorhänge sind eine tolle Idee, um Räume für Kinder zu gestalten. © Sibylle Baier

Wenngleich 150 Quadratmeter jede Menge Platz bieten, sei das für die Raumgestaltung nicht immer einfach, meint Lara. „Hohe Räume können schnell ungemütlich werden, Möbel in ihnen verloren wirken und Kinder keinen Halt finden.“ Deshalb hat sie das Schlafzimmer mithilfe von Stoffen „zoniert“. „Wir wollten, dass das Hochbett von der Größe des Raums abgeschirmt ist. So habe ich eine Mischung aus Himmelbett und Zelt genäht.“

Gleichermaßen heimelig ist die Polsterlandschaft, wofür sie quadratische Schaumstoffblöcke mit Stoff bezogen hat. „Meine Intention war, dass die Kinder nicht immer unser Sofa demontieren. So habe ich ihnen eine bewegliche Liege-, Lese- und Kuschellandschaft gefertigt.“

Wohnen mit Kindern-Tipps von Lara Eichwede

Mit Stoffen kann man Räume in Zonen einteilen und gemütliche Kuschelecken schaffen. Dreidimensionale Polsterelemente lassen sich vielfältig im Kinderzimmer nutzen. Eine großflächige wie mutige Textilwahl in der Raumgestaltung ist wiederverwendbar, wandelbar und gibt eine individuelle Note. 

Einfache oder ausgediente, alte Möbel lassen sich mit genähten Hussen zum Spielmöbel umfunktionieren. Stoffe können als Vorhänge vor Regalen optisch Ordnung im Kinderzimmer schaffen. 

Die gebürtige Bremerin begriff die Geburt des dritten Sohnes als Chance für einen neuen Karriereschritt und machte sich mit 1000stoff selbstständig. „Mittlerweile haben der Stoff und ich eine Beziehung aufgebaut und ich bin mutiger in ihr geworden.“

Gerade in der Raumgestaltung können Textilien in ihrer Farbwahl offensiv verwendet werden, denn sie lassen sich einfach austauschen: „Wähle einen Stoff, den du funktional weiter verarbeiten kannst, dann wird aus einem Betthimmel später ein Rock, aus einem Vorhang eine Tasche! Wenn man wagemutig ist, kannt man mit Textilien gar Tapeten ersetzen. Das ist dann zwar sehr präsent, weil großflächig, aber ebenso leicht und preiswert wieder zu ändern!“

Mit Stoffen Kinderzimmer gemütlich gestalten // HIMBEER
© Sibylle Baier

Eine spezielle Idee mit Textilien hatte Lara mit genähten Hussen, die einfache Möbel zum Spielbereich wandeln. „Um eine Spielecke im Kinderzimmer zu schaffen, habe ich einen Überwurf für das Standard IKEA Regal Ivar entworfen. Den Stoff spannt man über das Einlegebrett, zur Wand hin macht er die Koje gemütlich, nach vorne wird er zum Vorhang. In die entstandene Höhle legt man eine drei Zentimeter dicke Schaumstoffmatratze, und dann optional noch Kissen rein.

Die Kinder lieben dieses Versteck! Ganz ähnlich habe ich mit einem alten Küchentisch verfahren, der mit passgenauer Husse zum Spielhäuschen wurde.“ Wahlweise kann man Briefkasten, Türen oder Fenster aus Stoff schneiden, aufnähen etc. – die Gestaltungsmöglichkeiten mit Stoff sind wirklich vielfältig.

Formensprache und Farbwahl in Kinderräumen

Emma, Linda, Kitakinder und gebrochene Farben

Gänsemarsch auf Brombeerhügel (erdiges Rosa). Sprühregen aus Elefantenrüssel (Neon-Gelb). Eintauchen in Marshmallow-Farbwelten. Die Töne milchig, abgetönt, pastell. Unaufdringlich beruhigend, obgleich allgegenwärtig. Verblüffend.

Raumkonzepter für Kinder: Wandgestaltung // HIMBEER
© Grafik: Linda Kortlepel, Foto: Sibylle Baier

„So geht es allen, die unsere Kita zum ersten Mal betreten!“ Claudia Röper, die Leiterin der im September 2015 eröffneten Kita KIKADO des BGFF e.V. ist überzeugt vom positiven Einfluss der Raumgestaltung auf die Kinder: „Ich habe gerade einen Jungen mit erhöhtem Förderbedarf aufgenommen, dessen Mutter unbedingt wollte, dass ihr Sohn hierher kommt, weil alles so harmonisch ist!“

„Wenn wir über Farben sprechen, müssen wir uns immer klar sein, dass es keine einheitlichen Bezeichnungen gibt. Jeder stellt sich etwas anderes vor …“ sagt Linda Kortlepel. Das ist nicht so einfach, denn ihr Grün ist nie „grün-Grün“, sondern einen Tick gelber oder mit einem Schuss Braun, gar Grau verfeinert.

Raumkonzepter für Kinder: Wandgestaltung // HIMBEER
© Grafik: Linda Kortlepel, Foto: Sibylle Baier

Linda ist seit 2009 freiberuflich als Innenarchitektin tätig, seit 2012 mit ihrem eigenen Atelier, dessen Schwerpunkt auf der Gestaltung von Lebensräumen für Kinder liegt, ob im privaten Kontext oder als Raum- und Farbkonzepte für Institutionen, in denen Kinder viel Zeit verleben. KIKADO ist bereits die vierte Kita, die Linda gestaltet, erstmals hat sie Emma Labahn, studierte Spiel- und Lernmitteldesignerin, mit ins Boot geholt.

Beide sind selber Mütter, Lindas Sohn Leon ist vier Jahre alt, Emma hat zwei Töchter, Flora (8) und Clara (6) und würde gerne mehr der Ideen, die sie im Beruf entwickelt, auch privat umsetzen, gesteht aber, dass sie leider doch nicht so oft dazu kommt und es bei ihr zu Hause z.B. in punkto Farbwahl und Wandgestaltung gänzlich anders aussieht als in den von ihr und Linda konzipierten Kitaräumlichkeiten.

„Grundsätzlich ist es immer gut, sich bei der Farbwahl zurückzunehmen,“ erzählt Linda im großen Waschraum. „Für eine Grundstimmung sollte man sich zunächst für eine Farbrichtung entscheiden: Ein Waschraum soll frisch wirken, deshalb haben wir hier helle, kalkige Töne verwendet. „Dann kann man mit dieser Stimmung spielen, indem man mehrere Abtönungen der Farbrichtung wählt. So lässt sich mit Farben Ruhe in einen Raum bringen,“ fährt Linda fort, ihre Farbwahl zu erklären. „Bunt im herkömmlichen Sinn erzeugt Unruhe. Wir setzen nur ein bis zwei knallige Farbakzente und lassen sie immer wieder auftauchen.“

Einrichtungstipps von Profis // HIMBEER
Linda Kortlepel und Emma Labahn. © Sibylle Baier

Tipps von Linda Kortlepel und Emma Labahn

Intensität der Farbe runterfahren, große Flächen hellere Töne. Farben nie als reine Farbe, sondern immer abgetönt verwenden und kleine Farbakzente mit Details in knalligen Farben setzen. Geordnete Farbklänge bringen Ruhe. In der Gestaltung von Kinderräumen auf Multifunktionalität der Möbel achten, die sich z.B. als Aufbewahrungsmöbel und Spielelement nutzen lassen. Bei Gestaltungselementen nicht zu konkret werden – Offenheit schafft Raum für eigene Interpretation und Nutzung durch die Kinder.

Zweites, raumprägendes Element der Kita ist das auf wesentliche Grundformen reduzierte und dadurch multifunktionale Möbel- und Bauspielsystem KIKADO, das Linda und Emma entwickelt und erstmals in dieser Kita angewandt haben: Einfache Spielelemente (Holzkisten, Stäbe, Verbindungen aus Gummis oder Kordeln, Tücher) geben Kindern den Freiraum, sich immer wieder neue Welten zu erschaffen.

Kikado Spielsystem Kita // HIMBEER
KIKADO-Spielsystem © Sibylle Baier

„Ich habe festgestellt, dass ein spezifisches Möbel, welches in seiner Funktion zu festgelegt ist, Kinder stark einschränkt “, erklärt Linda. „Sie haben an fertigen Dingen nur kurzfristiges Interesse.“ So fungieren die Kisten mithilfe eines Stecksystems als Bausteine und verwandeln sich in ein Fahrzeug, Puppenhaus oder Bücherregal. Mit ergänzenden Deckeln werden sie zur Spielküche oder Kaufmannsladen, ein flaches Element ergänzt zur Rutsche oder dient als Tür.

Ebenso flexibel wie das Bauspielsystem, ist auch das gesamte Gestaltungskonzept der Kita sehr offen gehalten. „Wir arbeiten erzählerisch und lassen Raum für Interpretationen“, sagt Emma. „Ein Kreis auf einer Wand kann Wolke, Sonne oder Planet sein, je nach Fantasie des Betrachters.“ Zusätzlich finden sich konkrete Wandgrafiken wie Szenen einer Seiltänzerin, die überraschend leicht nachgemacht sind: In Collagentechnik einfach das gewünschte Motiv ausdrucken und mit Tapetenkleister aufkleben.

Raumkonzepter für Kinder: Wandgestaltung // HIMBEER
© Grafik: Linda Kortlepel, Foto: Sibylle Baier

Im Moment des Entdeckens des Wandbildes, wird die Wandfarbe zum Motiv: Ein Flugzeug macht Blau zu Himmel, ein Segel macht Blau zu Wasser. „Wenn man jetzt noch ein Möwen-Mobile dazu hängt, wird die Gestaltungsidee dreidimensional erfahrbar.“ Zudem können dreidimensionale Wandgrafiken sogar ordnend eingreifen, wie Korksonne (mit Neonstrahlen als Pinnwand), Tafellack-Planeten (als Notizboard) und Wäscheleine (zum Ausstellen von Zeichnungen) im Gestaltungsraum der Kita beweisen.

Wenn laufende Meter Stoff zu Tipis oder Segeln werden, merkt man als Erwachsene:r erst, wie wenig Fantasie unser Alltag lässt. Wenn kreisrunde, unifarbene Teppiche zu Steinen, Inseln oder Seen werden, möchte man eigentlich nur noch eins: Den hässlichen Autospielteppich (spinatgrün mit dämlicher Straßenführung) sofort aus dem Kinderzimmer verbannen. Er war schon lange ein Dorn im Auge. Jetzt wissen wir, warum.

Interior Design für Kinder

Sina, Jakob, Jasper (6), Matteo (3), das Kinderbett Rocky und passgenaue Einbauten

Weiße Vorhänge rahmen weiße Fenster. Weiße Bilderrahmen zieren weiße Wände. Zwei blonde Jungs spielen auf weißer Auslegware. Dann die Eyecatcher: Ketchuprote Regalfächer und Kinderhochstühle. Zitronengelbe Lampenkabel. Ein orangener Hocker. Kräftige Primär- und Sekundärfarben setzen konträre Akzente. Apart. Wie unterschiedlich Gestaltungskonzepte sein können, wird bei Sina Gwosdzik und Jakob Dannenfeldt, zwei diplomierten Produktdesignern, deutlich. Bei ihnen finden sich nämlich kaum abgetönte Farben.

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern: passgenaue Kinderzimmereinbauten // HIMBEER
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Sie und Jakob sind ein eingespieltes Team. Seit Studienbeginn ein Paar, wohnen sie seit 2007 in der ersten gemeinsamen Wohnung. Ein Altbau auf 100 Quadratmeter. Mittlerweile haben sie zwei Söhne, Jasper (6) und Matteo (3), womit die 4,5 Zimmer im Lauf der Jahre ihre Funktion änderten: In Sinas ehemaligem Arbeitszimmer befindet sich derzeit ein Spielzimmer im Aufbau. Die Söhne haben zudem ein gemeinsames Schlafzimmer. „Ihre Kleidung wiederum lagert in unserem Schlafzimmer, denn Klamotten interessieren sie nicht!“ erklärt Sina gelassen. „Viele kleine Räume machen das Einrichten zur Herausforderung, die funktionale Raumaufteilung ist daher eine fabelhafte Lösung!“

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern : Kinderschreibtisch // HIMBEER
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Desweiteren haben die beiden einen Stilmix aus günstigen Basismöbeln (IKEA), individuellen Einzelstücken (2nd Hand) und Designklassikern (String Regal) daheim. „Manche wünschen, dass wir IKEA Regalkorpusse nehmen und dazu individuelle Fronten bauen,“ verrät Jakob. Mit der gemeinsamen Firma jäll & tofta gestalten die beiden seit 2010 Innenräume und Mobiliar, wobei sie sich besonders auf umweltbewusste Produkte und Möbel für Kinder konzentrieren.

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern: passgenaue Kinderzimmereinbauten // HIMBEER
Wohnen mit Kindern-Tipp: Mit Vorhängen lassen sich Rückzugsräume schaffen, erst recht, wenn sich Geschwister ein Zimmer teilen. © Sibylle Baier

„Am Anfang stand unsere gemeinsame Diplomarbeit mit dem Ziel, ökologisch intelligente Produkte zu konzipieren…“ erzählt Jakob. Sina wurde schwanger und am Ende des Studiums kam nicht nur ihr erster Sohn Jasper auf die Welt, sondern auch Rocky, ein Kinderbett. Aufgrund einer Ausstellungsanfrage aus Mailand wurde Rocky zum Prototyp, später in Kleinserie hergestellt und seit 2013 jährlich in Europa produziert. „Rocky ist trotz des oberen Preissegments so gefragt, weil es mitwächst, klar in der Gestaltung ist und sich die Kosten amortisieren,“ erklärt Sina den Erfolg des Produkts.

Rocky ist ein 4-in-1 Möbelstück: Schaukelstuhl für Eltern, Babywiege, Kinderbett mit Seitenteil, später ohne. Ein weiteres Beispiel für ein mitwachsendes Möbelstück steht bei den Jungs im Spielzimmer: Der Schreibtisch im Retro Look hat austauschbare Aufsätze für die Beine, um die Tischplatte höhenverstellbar zu machen, ein Prototyp von Jakob.

Einrichtungstipps von Profis // HIMBEER
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Wohnen mit Kindern-Tipps von Sina Gwosdzik und Jakob Dannenfeldt

Preiswerte Möbel mit individuellen, qualitativ hochwertigen Einzelstücken und Designklassikern kombinieren. Firmen wie www.prettypegs.com oder www.superfront.com stellen Möbelbeine und Schranktüren her, die aus gängigen Betten, Sofas und Badmöbeln (bspw. von IKEA) Unikate machen. Einbauten sind nicht nur individuell, sondern bieten enorme Platzersparnis, wenn man kleine, hohe Räume hat, und nutzen jeden Winkel optimal. 

Nebst Rocky konzentrieren sich Sina und Jakob derzeit auf Interior Projekte, oftmals als großflächige Einbauten in Kinderzimmern. „Interior ist spannend weil individuell und vielfältig. Ich bin ein Macher, der sich freut, Dinge entstehen zu sehen!“ Jakob steht vor dem selbstgebauten Hochbett seiner Söhne. „Es war ein Kämpfen um jeden Zentimeter,“ lacht er rückblickend, denn hier standen ihm nur 17 Quadratmeter zur Verfügung.

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern: passgenaue Kinderzimmereinbauten // HIMBEER
Wohnen mit Kindern-Tipp: Passgenaue Einbauten nutzen jeden Zentimeter aus und schaffen neue Räume. © Sibylle Baier

„Anfangs haben Sina und ich bei Freunden Einbauten gemacht. Das hat sich schnell rumgesprochen …“ Laut Jakob sind Einbauten heute zeitgemäß statt altmodisch, da sie sich am Bedarf der räumlichen Situation orientieren. Gerade in Altbauräumen mache es Sinn, die Raumhöhe zu nutzen, meint er.

Einrichtungstipps zum Wohnen mit Kindern: passgenaue Kinderzimmereinbauten // HIMBEER
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Die Jungs stürmen mittlerweile wild durch die Wohnung, die Münder vollgestopft mit Keksen. Sina und Jakob nehmen es gelassen, ebenso wie die Tatsache, mit dem Partner Alltag und Beruf zu teilen: „Wir sind zwar oft nicht einer Meinung, aber Diskurse kann man nur führen, wenn man sich gut versteht. Vertrautheit ist gut, um sich aus der Reserve zu locken …“ meint Sina und Jakob ergänzt: „Wir fragen uns schon oft: Wo hört die Arbeit auf, wo fängt Privatleben an? Es gibt hier keine klar definierten Grenzen, aber das Positive ist, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen.“ Sina scheint durch nichts aus der Ruhe zu bringen, bis sie plötzlich den violetten CD-Radiorecorder ausmacht und leise sagt: „Oh, das nervt so, dieses Lego Ninjago Hörspiel!“

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