Samstag 08.08.2026 16:30

YOUNG EURO CLASSIC – JISR // جسر // BRÜCKE

Fünf virtuose Musiker:innen aus Marokko haben tief in die Schatzkammer der arabo-andalusischen Kammermusik gegriffen und nehmen das Publikum mit auf eine melodische Reise durch den nordafrikanischen Maghreb.

In sechs ausgewählten Werken vereint das Programm klassische andalusische Standards mit zeitgenössischen Kompositionen, die aus dieser Tradition hervorgegangen sind und sie weiterdenken. Ein Repertoire, das historische Tiefe und lebendige Gegenwart miteinander verbindet. Die marokkanisch-andalusische Musik entstand in einem gemeinsamen mediterranen Kulturraum und steht exemplarisch für den kulturellen Austausch zwischen Europa und Nordafrika. Ihre modalen Systeme, ihre komplexe Rhythmik und ihre ausgeprägte melodische Gestaltung bildeten eine wichtige Grundlage für die Entwicklung europäischer Musiktheorie. Instrumente wie die arabische Oud, der Vorläufer der europäischen Laute, gelangten durch diese kulturellen Begegnungen nach Europa und erweiterten nachhaltig dessen Klangspektrum.

Im Zentrum dieses Konzerts steht eine Tradition, deren Ursprünge untrennbar mit Europa verbunden sind. In der spezifischen Besetzung wird die musikalische Raffinesse der andalusischen Musik als Kammermusik erfahrbar und eröffnet einen differenzierten Blick auf die kulturellen Verflechtungen der europäischen Musikgeschichte.

Young Euro Classic – 31.07.-16.08.2026

Zum 27. Mal ist „Young Euro Classic“ im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, fünf Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstler:innen. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.

Alle Infos zum Festival findet ihr hier.

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Konzerthaus
Gendarmenmarkt
10117 Berlin-Mitte

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