YOUNG EURO CLASSIC – &ñịoن
Unterschiede hören, aushalten und fruchtbar machen: Was entsteht, wenn Musiker:innen mit unterschiedlichen Herkünften, Biografien und musikalischen Sprachen aufeinandertreffen?
Das „FUTURE NOW“-Ensemble &ñịoن macht genau daraus Musik – unmittelbar, offen und kompromisslos gegenwärtig. Hier begegnen sich instrumentale, elektronische und vokale Klangwelten im Moment: Sie reiben aneinander, verschieben Perspektiven, widersprechen sich und finden neue Verbindungen.
Das Begegnungsensemble besteht aus Musiker:innen, die interdisziplinär in Berlin arbeiten. Der argentinische Komponist und Soundkünstler Joaquín Macedo widmet sich experimenteller Musik und der Zusammenarbeit mit Performer:innen. Bei Berliner:in Laris / Lara Bäucker steht die Suche nach einem Zusammenkommen mit dem Publikum im Mittelpunkt der musikalischen Praxis – mit Stimme, Performance und Komposition. Als Komponist, Tonmeister und Videokünstler arbeitet Vinh Tran, Berliner mit vietnamesischen Wurzeln, auf einem analog-digitalen Kontinuum. Er präpariert Gitarren mit akustischen Verzerrern, spielt algorithmisch abgeleitete Muster auf dem Klavier oder nutzt den Laptop als Instrument. Hatem Hamdy, in Kairo geboren und aufgewachsen, verbindet arabische und westliche Traditionen und greift dabei gleichermaßen auf seine Perspektiven als Ingenieur und Komponist zurück. Aus dem individuellen Nebeneinander erwächst hier ein facettenreiches Miteinander. Das Ergebnis ist ein intensives Konzerterlebnis zwischen Experiment, Begegnung und musikalischer Neu-Findung.
Young Euro Classic – 31.07.-16.08.2026
Zum 27. Mal ist „Young Euro Classic“ im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, fünf Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstler:innen. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.
Alle Infos zum Festival findet ihr hier.