Freitag 23.10.2026 18:00

Giselle

Staatsballett Berlin – Liebe, Verrat und die Sehnsucht nach Vergebung prägen eines der bewegendsten Werke des Romantischen Balletts. „Giselle, ou les Wilis“ wurde am 28. Juni 1841 an der Pariser Oper uraufgeführt und gilt als Höhepunkt jener Epoche, in der Tanz zur Verkörperung des Übernatürlichen wurde.

Im Mittelpunkt steht ein junges Bauernmädchen, das das Tanzen liebt und sich in den adligen Albrecht verliebt. Als Giselle erfährt, dass Albrecht einer anderen versprochen ist, zerbricht ihre Welt. Sie verliert den Verstand und stirbt an gebrochenem Herzen. Doch ihre Geschichte endet nicht mit dem Tod. Als eine der Wilis, geisterhafte Bräute, die vor ihrer Hochzeit starben, wird sie Teil einer nächtlichen Gemeinschaft, die Männer zwingt, bis zum Tode zu tanzen. Im zweiten Akt, jener „weißen“ Sphäre des Romantischen Balletts, begegnet Giselle Albrecht wieder. Ihre Bewegung wird zur Sprache des Mitgefühls und hebt die Grenze zwischen Leben und Tod auf.

„Giselle“ gilt als Inbegriff des Romantischen Balletts und zugleich als Wendepunkt in der Tanzgeschichte. Die Vorstellung des schwebenden Körpers prägte das Ideal des Spitzentanzes und machte die Tänzerin zur Symbolfigur des Unerreichbaren. In dieser Tradition steht die Inszenierung von Patrice Bart, die auf der Originalchoreografie von Jean Coralli und Jules Perrot beruht. Seit der Premiere im Jahr 2000 an der Staatsoper Unter den Linden berührt Patrice Barts „Giselle“ mit ihrer Mischung aus klassischer Schönheit und zeitloser Intensität.

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Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
10117 Berlin-Mitte
T: 20354555

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