7 Fragen an… Stefanie Luxat von ohhhmhhh.de

Steffi Luxats Blog ohhhmhhh.de wird von vielen Menschen gelesen und egal, ob Shopping-Errungenschaft oder Rezept für Matjes mit Speck und Stipp, ihre Beiträge sind immer unterhaltsam und ansprechend. Dass die Interior-Spezialistin nun ein weiteres Buch auf den Markt gebracht hat, unterstreicht das Tausendsassa-Dasein der schwangeren Kleinkindmama. Einladend sieht es bei Frau Luxat in jedem Fall aus, wir würden zu einer Dinnerparty glatt zu ihr nach Hamburg kommen.

Stefanie Luxat hat viele Vorlieben: Mode, Design, Kulinarisches und Reisen. Aber eine echte Super-Expertin ist Stefanie aka Steffi für Interior. Nicht nur, dass die Bilder ihrer eigenen Wohnung auf ihrem Blog ohhhmhhh.de so einladend sind, dass man sofort die eigene Bude komplett räumen möchte. Sie ist auch super darin andere zu bitten die Türen zu deren Zuhause zu öffnen und wunderbare Einblicke in Wohnungen von spannenden Menschen zu gewähren.

Und so lag es mehr als nahe, dass sie nach ihrem erfolgreichen Buch „Wie eine Wohnung ein Zuhause wird“ das Thema Gäste empfangen auf voll gepackten 208 Seiten zu einem Nachschlagewerk zusammengefasst hat. Das Ergebnis ist nun im Buchhandel zu finden . In „Herzlich Willkommen!: Mit Gästen zuhause – Tischdekoration und kreative Ideen“ zeigt Steffi, dass es gar nicht viel braucht, um eine vorzeigbare Hausbar einzurichten und dass Stoffservietten in Familien dazu beitragen können, dass Kinder später einmal gute Gastgeber werden.

Denn eines ist Steffi besonders wichtig, wenn sie nach Tipps gefragt wird, was gute Gastgeber ausmacht: „Es muss niemals perfekt sein, nur eben persönlich“. Puhhh, das erleichtert uns, denn mit Kindern ist es ja bekanntlich ein bisschen schwierig mit der Perfektion. Das weiss natürlich auch Steffi, die im Frühjahr 2016 das zweite Mal Mutter wird.

Und dass Tochter Ruby sie ordentlich auf Trab hält, dass verrät sie sehr persönlich und unglaublich sympathisch auf ihrem Blog. Wir haben der Hamburgerin unsere 7 Fragen stellen können und freuen uns, dass sie neben Fernsehsendung, Book-Release und Windeln wechseln einen Moment gefunden hat. Danke, Steffi!

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du ein Kind hattest?
Es gab viele Frauen, die sagten: „Sobald du Kinder hast, bist du nicht mehr du selbst. Setzt andere Prioritäten, willst anderes.“ Das hat mich schwer irritiert vorher und irgendwie hat es mir auch Angst gemacht. Ich mochte, was ich vom Leben wollte. Das zu verlieren hätte mich sehr traurig gemacht. Als ich dann Mama war, war es sehr erleichternd zu merken: Ich bin ich und werde es immer bleiben. Ich liebe immer noch die selben Dinge wie früher und ja, jetzt mit Kind ist es alles eine Frage der Organisation und des Glücks, diese Dinge zu bekommen (Stichwort Schlaf und Freizeit), aber es ist nicht unmöglich (meistens zumindest nicht) und das finde ich sehr beruhigend.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?
Oh Gott, ich wünschte ich hätte einen. Ich frage meinen Mann ständig: „Müssen wir uns jetzt nicht langsam mal ein Buch kaufen, in dem steht wie man das macht mit der Erziehung?“, aber er ist der Meinung, wir würden das schon hinbekommen. Alles hätten unsere Eltern ja bei uns und unseren Geschwistern auch nicht falsch gemacht. Und so machen wir es nach Gefühl. Ruby ist erst 14 Monate alt, aber beim Thema Einschlafen haben wir von Anfang an ein paar Regeln gehabt, genau so wie wir nicht möchten, dass sie Selbstmord dank Steckdosen begeht.

Aber es ist verdammt hart nicht zu lachen, wenn sie dann mit ihrem Gebrabbel lustig nachfragt, ob wir sicher sind, dass sie ihre süßen kleinen Finger da jetzt wirklich nicht reinstecken soll in die Steckdose. Trotzdem sind wir uns jetzt schon sicher, dass wir bei Kind zwei, das im Februar auf die Welt kommt, vieles anders machen werden. Oder sagen wir mal ein bisschen. Ach, wir werden sehen.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kind bist?
Oh so vieles. Ich finde es für mich persönlich so wichtig, regelmäßig ohne Kind zu sein. Weil ich merke, wie schnell meine Energie und Vorfreude dann wieder aufgeladen wird. Ich habe nie richtig aufgehört zu arbeiten, seitdem ich mit Ruby schwanger war oder sie auf die Welt gekommen ist. In der Schwangerschaft habe ich zwei Bücher geschrieben, die während ich im Kreißsaal lag quasi gedruckt wurden (ich drückte, sie druckten, haha!) und anschließend begann die PR-Arbeit dafür und das nächste Buch.

Das war oft hart, alles gleichzeitig zu schaukeln. Heute genieß ich es einfach sehr, mich in meiner Arbeitszeit aufs Arbeiten konzentrieren zu können, in meiner Freizeit auf mich und in meiner Ruby-Zeit auf Ruby. Klappt nicht immer, aber schon öfter als am Anfang.

Was findet dein Kind richtig blöd an dir?
Also Kind Nummer zwei, Arbeitstitel Rudi, ist ja noch im Bauch. Aber der würde sicher sagen: „Halt doch bitte mal Ruby davon ab, dass sie ständig über mich rüberkrabbelt und mir ihre spitzen Ellbogen in die Seite haut.“ Oder auch: „Mensch Muddi, nun leg dich doch mal hin und gönn uns zweien etwas Ruhe!“

Weil: die zweite Schwangerschaft läuft ja schon krass nebenher. Wenn mich die Übelkeit und der Bauch nicht öfter mal erinnern würden, würd’ ich es glatt vergessen, dass ich schwanger bin. Ganz im Gegenteil zu Schwangerschaft Nummer eins, wo jedes Ziepen intensiv begutachtet wurde.

Und Ruby, die findet es, glaube ich, sehr uncool von mir, dass ich ihr mein Handy ständig wegnehme. Sie abends in Bett muss und ich gerade nicht ununterbrochen mit ihr an der Hand laufen übe, weil dann doch der Schwangerenbauch in die Quere kommt oder auch die Übelkeit. Aber ansonsten macht sie eigentlich einen ganz glücklichen Eindruck. Zumindest strahlt sie mich ständig an und gibt mir Küsse. Kann aber natürlich auch sein, dass sie nur für ihren ersten Freund üben möchte. Egal: ich genieß es!

Was ist das Schönste am Leben mit Kind?
Das Unerwartete. Das erste Lachen. Der erste gezielte Kuss. Das erste „Mama“, „Papa“ – was auch immer. Die Superheldengefühle, wenn man die Person ist, die sie glücklich macht. Ihr Glück. Ihr Lachen. Ihre Liebe. Ihr Humor. Die Parallelwelt der Eltern, die man plötzlich entdeckt. Elternabende auf winzigen Hockern. Zu sehen, wie andere Eltern sind, zu merken, wie man selbst als Eltern ist. Wie toll der Partner auch als Elternteil ist, wie stolz man auf sich selbst als Mama ist. Sich so unglaublich erwachsen fühlen plötzlich oder auch so gar nicht. Dieses riesige Paket neues Leben, die vielen Abenteuer. Das am Leben sein wie vielleicht noch nie zuvor und jemals wieder.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?
Im Moment ganz saisonal bedingt dieses Kürbissuppenrezept von Sarah Wiener. Ganz ehrlich, ich glaube, das killt alle Kita-Keime und verleiht Superkräfte:

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?
Ruby ist da mit ihren vierzehn Monaten noch herrlich anspruchslos. Schon ein Spielplatz mit Rutsche bringt sie ins totale Glück. Wir lieben aber als Familienausflug auch das Gut Wulksfelde. Da ist ein kleiner Streichelzoo dabei, gibt es Produkte direkt vom Hof, die man fürs Heile-Welt-Gefühl kaufen kann und sehr guten Kaffee. Ach ja, und picknicken kann man dort auch, wenn man einfach mal ein bisschen Luft holen möchte vom Stadtleben. Mit oder ohne Kinder.

Noch mehr Einblicke ins Buch bekommt man auf der Seite des Callwey Verlags.

Ihr könnt es natürlich in jeder Buchhandlung oder bei Amazon bestellen.