YOUNG EURO CLASSIC – Jugendsymphonieorchester der Ukraine
Ihre Konzerte sind immer ein Zeichen der Hoffnung, dass es doch noch ein Leben jenseits des Krieges gibt. Im vierten Jahr des Angriffskrieges Russlands, das selbstverständlich auch das Musikleben der Ukraine massiv beeinträchtigt, kommt das Jugendsymphonieorchester der Ukraine zum vierten Mal zu „Young Euro Classic“.
An der Spitze steht nach wie vor seine Gründerin, die inzwischen vielgefragte Dirigentin Oksana Lyniv, die es geschafft hat, in nur wenigen Jahren – und trotz aller Probleme – das Ensemble auf ein beeindruckendes Niveau zu heben. Als pianistischen Felsen zu Beginn präsentiert das ukrainische Orchester das monumentale 1. Klavierkonzert d-Moll von Johannes Brahms; gespielt wird es von Illia Ovcharenko, der mit seinen 23 Jahren genau in dem Alter ist, in dem Brahms seinerzeit dieses jugendlich-kraftstrotzende Werk komponiert hat. Den Höhepunkt des diesjährigen Programmes bildet die melodienselige, meisterliche achte Symphonie G-Dur von Antonín Dvořák, welche die Mitwirkenden wie das Berliner Publikum ganz sicher für eine lange halbe Stunde die kriegerischen Ereignisse vergessen lassen wird. Dazwischen steht „ein Versuch, das Unaussprechliche in Töne zu fassen und dem Ungleichgewicht unserer Zeit Klang zu verleihen; eine Reflexion über die Geschehnisse unserer Gegenwart“, wie der Komponist Eduard Resatsch selbst über „Reflections of Hope“ schreibt.
Young Euro Classic – 31.07.-16.08.2026
Zum 27. Mal ist „Young Euro Classic“ im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, fünf Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstler:innen. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.
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