YOUNG EURO CLASSIC – ni-va
Kammermusik am Laptop? Das ni-va Ensemble aus Argentinien bringt sie live nach Berlin. Das Ensemble ist ein Projekt für digitale Live-Musik, das von Studierenden des Programms Elektroakustische Komposition an der Nationalen Universität der Künste (UNA) in Buenos Aires ins Leben gerufen wurde.
Der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Erkundung von Sound in Echtzeit. Die Live-Improvisationen kombinieren eine Vielzahl von Ansätzen elektroakustischer Musik, wie beispielsweise Akusmatik und musique concrète.
Bei „FUTURE NOW Musical Diaries“ präsentiert das vierköpfige Laptop-Ensemble aus Buenos Aires eine elektroakustische Improvisation in vier Akten. Dafür nutzen sie Synthesizer, Sampling-Techniken, virtuelle Instrumente sowie selbst programmierte Klänge und Algorithmen. Das Ensemble erfindet dichte Klangräume, in denen sich elektronische, aufgezeichnete und scheinbar vertraute Klänge ständig neu mischen. Was hören wir eigentlich, wenn wir nicht sehen, wie ein Klang entsteht? Und wie verändert sich unser Hören, wenn sich die Herkunft eines Klanges nicht mehr eindeutig bestimmen lässt? Das Ensemble macht genau diese Unsicherheit zum Ausgangspunkt eines Konzerts, das Wahrnehmung, Erwartung und Klangphantasie in Bewegung setzt. Gemeinsam improvisieren die vier Musiker:innen und bearbeiten die Klänge direkt im Moment, sodass sich eine genuin neue Klangfarbe in der Aufführung entfaltet.
Young Euro Classic – 31.07.-16.08.2026
Zum 27. Mal ist „Young Euro Classic“ im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, fünf Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstler:innen. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.
Alle Infos zum Festival findet ihr hier.