© mOmentum fotografie miriam bender/ Hophopik

7 Fragen an … Hartmut Geyssel

Hophopik entwickelt kindgerechte, ergonomische Hocker und Tische, die eine gesunde Körperhaltung fördern. Dafür hat Gründer Hartmut Geyssel verschiedene Kulturkreise sowie Erfahrungen mit seiner Tochter beobachtet. Mehr über seinen Hocker sowie das Leben mit Kind hat er uns im 7 Fragen-Interview verraten.

Schon von klein auf hat Hartmut Geyssel gerne gebastelt, Dinge entworfen, gebaut und ausprobiert, was ihn sicher auch zu seinem späteren Maschinenbau-Studium bewegt hat.

Die Idee einen Kinderhocker zu bauen, kam ihm in den kurdischen Bergen. Gemeinsam mit seiner Familie verbrachte er damals seinen Urlaub in einem Dorf in Kurdistan. Sowohl er und seine Frau als auch ihre kleine Tochter setzten sich immer wieder gerne auf die Holzhocker auf der Terrasse. Dabei fiel Hartmut auf, dass sich die Sitzhaltung sehr gut anfühlte: nah am Hocken, aber nicht so anstrengend. Da die Hocker für seine Tochter zu groß waren, kam ihm die Idee, für sie einen kleinen Hocker zu bauen, auf den sie sich besser setzen, herumtragen und damit spielen konnte.

Den ersten Holzhocker für die Kleine hat er aus alten Dielen des Wohnzimmerbodens geschreinert. Sie liebte den Hocker von Anfang an, trug ihn oft mit sich herum oder setzte sich drauf, um auf ihrem kleinen Tisch zu malen, zu basteln oder zu essen. Der Hocker, dazu passende Tische und später viele weitere Prototypen gehörten zu ihren unverzichtbaren Möbeln.

7 Fragen an ... Hartmut Geyssel von Hophopik
© mOmentum fotografie miriam bender/ Hophopik

Warum sollten nicht auch andere Kinder davon profitieren? So entstand die Idee, das Modell „Ronix“ zu produzieren und zu verkaufen. Um einen Hocker mit der gleichen Sitzweise günstiger anbieten zu können, entwarf er, nach vielen Versuchen, den Hocker „Lollo“ aus Karton und Filz. Wichtig waren ihm dabei ökologische Materialien und eine lokale Herstellung.

Alle Produkte findet ihr online unter www.hophopik.de. Den Papphocker „Lollo“ gibt es auch in ausgewählten Läden, zum Beispiel bei Rasselfisch in Berlin, im Onlineshop www.mehr-gruen.de oder bei Meins Taschen in Köln.

Hartmut lebt mit seiner Familie in Wiesbaden und hat uns ein paar Einblicke in sein Familienleben mit seiner fünf-jährigen Tochter gegeben.

 

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du ein Kind hattest?

Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, wie es sein würde. Sobald unsere Tochter unterwegs war, habe ich mich total auf sie gefreut. Und dann darüber, dass sie endlich bei uns war.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?

Es ist mir wichtig, unserer Tochter die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen zu machen und Interessen zu wecken, sie kann sich dann selbst entscheiden, was sie mag und was sie möchte. Ich denke, Kinder sollten möglichst viel selber machen, ausprobieren und entscheiden. Wenn wir gemeinsam kochen, erfährt sie ganz viel über Lebensmittel, wann es diese gibt, wie sie schmecken und was man damit machen kann. Wenn sie malt, Musik macht oder hört und sich bewegt, merkt sie, was gut für sie ist.

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kind bist?

Mit meiner Frau mal einen ruhigen Abend verbringen oder ausgehen. Oder etwas Neues gestalten. Mir auszudenken, wie etwas aussehen, funktionieren oder sein könnte, macht mir Spaß.

Was findet dein Kind richtig blöd an dir?

Alles, wenn sie etwas nicht darf. Aber noch ist Papa meistens ganz toll.

Was ist das Schönste am Leben mit Kind?

Ihre Entwicklung zu beobachten, sich zu erinnern, wie es bei mir selbst war und von ihrer Ruhe und Neugier zu lernen. Immer ist Zeit, etwas zu tun und zu entdecken, im Hier und Jetzt. „Gleich“ ist ganz weit weg. Und immer schön die Geduld dabei bewahren. Klappt manchmal sogar.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?

Wir kochen gerne zusammen. Zum Frühstück oft Pfannkuchen, die wir dann salzig oder süß füllen und aufrollen.
125 g Mehl und eine Prise Salz mischen, 3 Eier rein schlagen und gut verrühren, 150 ml Milch dazu und eine glatte Paste daraus rühren, dann noch 150 ml Wasser drunter rühren bis der Teig dünnflüssig genug ist. Eine halbe Stunde stehen lassen und ggf. noch etwas Wasser dazu geben. Wenn der Teig zu dickflüssig ist, werden auch die Pfannkuchen dicker. Die Pfannkuchen dann mit etwas Ghee in der heißen Pfanne ausbacken.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?

Wir gehen sehr gerne auf den Wochenmarkt. Da gibt es viel zu sehen und unsere Tochter bekommt dadurch einen gesunden und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Im Schloss Freudenberg bei Wiesbaden gibt es viele spannende Dinge für Kinder und Erwachsene zu entdecken, Klangexperimente, Dunkelgang und viele physikalische Spiele.

 

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