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7 Fragen an … Vanessa Bujak

Vanessa Bujak hat einen zweijährigen Sohn und wird im Sommer zum zweiten Mal Mutter. Neben ihrem abenteuerlichen Familienalltag arbeitet sie als Marketing Managerin bei LOQI. Dabei ist ihr Arbeitsalltag im farbenfrohen Unternehmen mindestens genauso lebensfroh wie ihr Familienleben selbst. Wir haben ihr unsere 7 Fragen gestellt.

LOQI ist wie das Leben selbst! Das lebensfrohe Unternehmen, das von der Australierin Belinda Klaes in Berlin gegründet wurde, produziert farbenfrohe und ÖKO-TEX zertifizierte Taschen, Rucksäcke, Zip-Etuis und Kofferhüllen, die vor allem durch ihre vielfältigen Designs überzeugen. Für seine Kollektionen spürt LOQI weltweit die besten Designer auf – dabei erzählt jedes Design seine eigene Geschichte, denn von guten Geschichten kann man ja niemals genug bekommen.

7 Fragen an ... Vanessa Bujak | Berlin mit Kind
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Vanessa Bujak ist Marketing Managerin bei LOQI und verkörpert, wie das Unternehmen selbst, die absolute Lebensfreude. Kein Wunder also, dass sie schon früh die weite Welt für sich entdeckte. So studierte sie in Bologna, arbeitete in Rom und pendelte zwischen Moskau, London und Warschau, bevor sie sich 2015 endgültig mit ihrer Familie in Berlin niederließ. Im Sommer wird Vanessa zum zweiten Mal Mutter, das Reisen möchte Sie dennoch nicht missen. Wann immer sie kann, packt Vanessa ihr Kind und ihren Mann und zieht los, um die wunderbare Welt zu entdecken. Wir haben der reisefreudigen Vanessa unsere 7 Fragen gestellt.

 

Was hast du dir ganz anders vorgestellt, bevor du ein Kind hattest?

Über diese Frage habe ich lange nachgedacht. Ich glaube, wovon man sich wirklich vorher keine Vorstellung machen kann, ist, wie schnell sich Kinder verändern. Ich scrolle oft durch die Fotos auf meinem Handy und denke: Was?! Das kann unmöglich erst vor zwei Monaten gewesen sein. Ich hatte mir außerdem vorgestellt, dass mit Kind das gesamte Leben ganz anders wird. Jetzt bin ich im Nachhinein überrascht, wie sehr dann doch, mal abgesehen von der aufregenden Anfangszeit, vieles beim Alten geblieben ist. Manches, was uns vorausgesagt wurde, ist nie eingetroffen. Wir gehen noch genauso oft mit dem Kleinen essen und reisen und wir arbeiten beide viel. Wofür ich besonders dankbar bin, ist, dass Jaron gut schläft und auch eine Nachteule ist. Wir nehmen gerne in Kauf, dass wir ihn abends schwer ins Bett bekommen, wir dafür an den Wochenenden oft alle bis 10 Uhr ausschlafen können. Ich hoffe inständig, dass unser zweites Baby genauso ticken wird. Jetzt wird uns nämlich vorausgesagt: Ok, bei einem Kind ändert sich noch nicht so viel, aber wartet mal ab, mit zwei Kindern wird es richtig krass.
Ich bin gespannt und stelle es mir bisher noch ganz anders vor.

Wie würdest du deinen Erziehungsstil beschreiben?

Total aus dem Bauch heraus. Dabei gelten meine Eltern als Vorbilder für mich. Ich hatte selbst eine sehr glückliche Kindheit und wünsche mir, Jaron mit genauso viel Liebe, Respekt und Zuwendung begegnen zu können, wie ich es selbst erfahren durfte. Außerdem bin ich ein großer Fan der Elternbriefe des Arbeitskreis Neue Erziehung e. V. Diese sind immer kurz und knackig, sprich, man kann die Erziehungstipps abends im Bett lesen, ohne darüber einzuschlafen. Die Themen sind für uns jedes Mal sehr zutreffend. Ich denke mir oft: Standen die heimlich in unserem Wohnzimmer? In den letzten Briefen ging es viel um Trotzköpfe und wie man mit ihnen umgeht. Klar, dass bei einem Zweieinhalbjährigen die Erziehungsthemen noch sehr begrenzt sind. Ich bin mir sicher, dass das alles noch sehr viel komplexer wird und ich natürlich auch mal Dinge falsch machen werde.

7 Fragen an ... Vanessa Bujak | Berlin mit Kind
© Vanessa Bujak

Was tust du am liebsten, wenn du mal ohne Kind bist?

Mich lange und ungestört zu unterhalten, mit meinem Mann, meiner Familie und meinen Freundinnen.

Was findet dein Kind richtig blöd an dir?

Das wechselt momentan stündlich. Er findet mich blöd, wenn ich ihm die blauen Schuhe anziehen möchte, denn er wollte doch die braunen oder, weil ich ihm das Brot in mundgerechte Häppchen geschnitten habe, anstatt als ganze Scheibe zu servieren. Besonders blöd findet er mich, wenn ich ihn nach dem Einkaufen um 17:30 Uhr vor unserer Haustür wecke, obwohl er doch gerade in seinem Buggy eingeschlafen ist. Mit einem Zweieinhalbjährigen lebt man auf einem Pulverfass. Aber wie gut, dass ich immer genauso schnell aus meiner Ungnade befreit werde, wie ich herein gerutscht bin.

Was ist das Schönste am Leben mit Kind?

Diese unbändige und ansteckende Lebensfreude. Er ruft mich morgens und schon geht es los in ein neues Abenteuer. Es ist unbezahlbar, wie man durch sein Kind die Welt nochmal neu entdeckt. Für mich hat Reinhard Mey mit seinem Album „Mein Apfelbäumchen“ das Schöne am Leben mit Kindern in jedem einzelnen Song auf den Punkt gebracht. Wieviel Liebe, Demut, Dankbarkeit diese freundlichen Bündel entfachen können! Ich schmelze dahin, wenn ich meine Eltern als Großeltern erlebe. Ich bin sehr dankbar dafür, meinen Mann als Vater erleben zu dürfen. Ich hatte ihn mir als guten Vater vorgestellt, aber die Realität übersteigt nochmal alles. Letztendlich denke ich, dass ich durch Jaron ein besserer Mensch geworden bin. Ich glaube, seitdem ich Mutter bin, kann ich Wichtiges von Unwichtigem viel besser unterscheiden. Weil das Leben mit Kindern jeden Tag anders ist, üben sie einen zwangsläufig auch in Gelassenheit. Viele Situationen mit ihnen sind aus unserer eingefahrenen Erwachsenensicht so absurd, dass man nur noch schallend lachen kann.

Was ist euer liebstes Familien-Rezept?

Ein richtiges Lieblingsrezept haben wir nicht, denn wir essen so ziemlich alles gern. Rote-Linsen-Suppe kochen wir oft. Die geht super schnell und ist in der kühleren Jahreszeit ein wärmendes Soul-Food. Noch besser schmecken aber die Reste am nächsten Tag.

Was sind eure Lieblingsempfehlungen für Unternehmungen?

In Berlin gehen wir am liebsten in das Café Eule im Gleisdreieckpark – so eine süße kleine Oase in der Natur!
Im Umkreis von Berlin fahren wir am liebsten mit Freunden und deren Kindern in die Uckermark, um fern der Hauptstadt einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
In Europa machen wir am liebsten Urlaub an der Sandalgarve. Ein kurzer Flug und schon hat man fast karibisches Flair auf den winzigen Inselchen wie der Ilha da Armona.
Unsere liebste Unternehmung weltweit ist eine Reise nach Mauritius! Wir sind grad von einer unglaublichen Reise von dieser Tropeninsel zurückgekehrt. Nur halb so groß wie Mallorca, bietet sie alles, was man sich für einen Familienurlaub nur wünschen kann: exotische Pflanzen und Tiere, weiße Strände, türkises Meer, freundliche Einwohner, bunte Früchte und noch buntere Tempel. Ich habe mich schwanger und mit Kleinkind im Gepäck nicht eine Sekunde um uns gesorgt und so teuer, wie alle behaupten, ist es dort auch nicht.

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