© H. Wiedenhöft

Wundervolle Wasser- und Waldwelten

Offene Landschaften, schöne Seen und mystische Moore – der Naturpark Uckermärkische Seen hat viel zu bieten! Kommt und lasst euch bei wundervollen Rad- und Wandertouren von der einzigartigen Landschaft bezaubern.

Im Naturpark Uckermärkische Seen mit seiner wundervollen Landschaft, der diversen Flora und Fauna sowie einer interessanten Kulturgeschichte der Region ist für jede:n etwas dabei!

Ein Mosaik aus Wäldern, Wiesen, Heiden und Mooren – Naturpark Uckermärkische Seen

Der Naturpark Uchermärkische Seen wurde im Mai 1997 gegründet und befindet sich inmitten der wasserreichen und sanft gewellten Uckermark nördlich von Berlin. Auf 897 Quadratkilometern präsentiert er nicht nur eine der schönsten Landschaften im Nordosten Brandenburgs, er findet in den angrenzenden Naturparks Stechlin-Ruppiner Land und Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern sogar eine Fortsetzung.

Wundervolle Seenlandschaften warten hier! // HIMBEER
Wentowsee © L. Ripatti

Die heutige Landschaft und ihr lebhaftes Relief sind während der Weichselvereisung vor circa 15.000 Jahren entstanden. Kennzeichnend für die Region sind die offenen Landschaften und Wälder sowie viele Rinnen- und Klarwasserseen, Sölle und Moore. Der Naturpark selbst besteht zur Hälfte aus Waldflächen, zu mehr als einem Drittel aus Grün- und Ackerflächen und zum restlichen Teil aus Gewässern und Mooren.

Die Uckermark hat viele schöne Seen, die darauf warten erkundet zu werden! // HIMBEER
Großer Küstrinsee © H. Neumann

Im Norden und Osten kreuzen sich Endmoränenzüge, auf welchen wiederum Buchenwälder wachsen. Weiterhin prägen kuppige Grundmoränen, Wallberge, Sölle und die Erosionsschlucht des Stroms die Oberflächengestalt der Landschaft. Im Westen und Süden dominieren den Naturpark große Kiefernsforsten auf Sanderflächen. Auf den ausgedehnten Sanderflächen befinden sich Binnendünen, Rinnenseen und durchströmte Moore.

Neben 230 Seen, Bachläufen und Kanälen, über 3.000 Mooren und Kleingewässern, kennzeichnen Wälder sowie seit dem 12. Jahrhundert auch Äcker, Grünland und Heiden das Landschaftsbild. Im Laufe der Jahrhunderte entstand hier ein Mosaik aus Wäldern und Wiesen, aus trockenen Heiden und feuchten Mooren.

Für einen nachhaltigen Tourismus

Der auf die Natur ausgerichtete und bildungsorientierte Tourismus findet in dem Gebiet besonders gute landschaftliche und kulturhistorische Voraussetzungen. Für den Tourismus sind neben architektonischen Denkmälern vor allem die Seenlandschaft mit mehr als 150 Kilometer langen Wasserwanderwegen, vielen Bademöglichkeiten und über 600 Kilometern ausgeschilderte Wanderwege sowie von Hecken umsäumte Wiesen, Äcker und Laubwälder von wesentlicher Bedeutung. Die Naturparkregion umschließt dabei die Landkreise Uckermark und Oberhavel.

Ob Ranger:innentouren oder Entdeckungstouren, hier gibt es eine Menge zu sehen! // HIMBEER
© H. Wiedenhöft

In den Jahren 1996 bis 2011 wurde vom Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e. V. zusammen mit der Umweltstiftung WWF und dem Naturschutzfond Brandenburg im Naturparkgebiet ein Naturschutzprojekt zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts durchgeführt. Dies hatte zur Folge, dass in 27 Seen und 54 Mooren der Wasserstand anstieg. Allein das ist ein großer Erfolg, denn das Wiederwachsen von Mooren ist angesichts des Klimawandels von großer Bedeutung.

Kommt und entdeckt mystische Moore und Sümpfe im Naturpark Uckermärkische Seen! //HIMBEER
Erlensumpf © Kruwinus

Seit 1999 engagieren sich der Förderverein, die Naturparkverwaltung und der WWF für eine nachhaltige Regionalentwicklung im Naturpark. Dies scheint prima zu funktionieren, denn für Projekte der nachhaltigen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, des Naturschutzes und naturverträglichen Tourismus erhielt die Naturparkverwaltung seit 2001 über das LEADER-Programms finanzielle Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Brandenburg. Neue Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region konnten so entstehen.

Flora und Fauna

Der Naturpark bietet vielen geschützten Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum. Zum Beispiel für: Mops- und Teichfledermäuse, Fischotter, Biber, Bachmuscheln, Rotbauchunken, Kammmolche, Kraniche, große Moosjungfern, Schlingnattern, Sumpfschildkröten, Heldböcke, Feuerfalter, Bitterlinge und Steinbeißer. Seltene und gefährdete Pflanzenarten wie Sumpf-Glanzkraut und Lämmersalat oder Tierarten wie das Bachneunauge und der Eremit sind hier ebenfalls beheimatet.

Im Naturpark wurde ferner das Vorkommen von 54 Libellenarten und über 600 Nachtfalterarten nachgewiesen, botanische Kostbarkeiten wie der europäische Strandling, zehn verschiedene Orchideenarten, die Blasenbinse, gestrecktes Laichkraut und zahlreiche Armleuchteralgen befinden sich im Naturpark.

Hier gibt es (mehr als nur) Fischadler zu sehen! // HIMBEER
© Ronny Sommerfeld

Aufgrund des landwirtschaftlichen Strukturreichtums konzentrieren sich hier und im benachbarten Naturpark Feldberger Seenlandschaft rund zehn Prozent der deutschlandweiten Bestände von See-, Schrei- und Fischadlern. Mit über 30 Brutpaaren lebt der Fischadler im Naturpark Uckermärkische Seen in ungewöhnlicher Dichte, nirgendwo sonst in Mitteleuropa leben Fischadler so dicht beieinander wie hier. Kein Wunder also, dass der Fischadler das Wappentier des Naturparks ist!

Den Naturpark erleben

Bei Rad- und Wandertouren und bei mehr als 100 Kilometer langen Wasserwanderwegen kann man den Naturpark wunderbar erkunden.

Radfahren in Boitzenburg // HIMBEER
© Ronny Sommerfeld

Natur- und Landschaftsführer:innen können für ein hautnahes Naturerlebnis kontaktiert werden. Ob das Bestimmen, Sammeln und Genießen von Wildpflanzen oder eine naturkundliche Tour zu Fuß, Fahrrad oder im Kanu zu Vogelstimmen, Fledermäusen und Landschaften – es gibt genug zu entdecken!

Mit dem Kanu wandern im Netzowgraben - Naturpark Uckermärkische Seen // HIMBEER
© Ronny Sommerfeld

Im Naturpark Uckermärkische Seen gibt es von Jahrtausende alten Bodendenkmälern, architektonischen Zeitzeug:innen verschiedener Jahrhunderte, über Museen, Heimatstuben, Kunstausstellungen, Bühnen und zahlreichen kunsthandwerklichen Angeboten vieles an Kunst und Kultur zum Auskundschaften.

Viele Sehenswürdigkeiten wie das „Kirchlein im Grünen“, die ländliche Kolonie und Freiluftschule oder die preußische „Kunststraße“  u.v.m. geben nicht nur schöne, sondern vor allem auch spannende Einblicke, denn sie sind eng mit Geschichte der Region verknüpft. Wer sich für die zur Kunst- und Kulturlandschaft der Region interessiert, kann weitere Infos im Kompendium nachlesen.

Worauf wartet ihr noch? Erlebt den Naturpark Uckermärkische Seen! Von wundervollen Landschaftsbildern, interessanten Pflanzen- und Tierarten bis hinzu nachhaltigem Tourismus und faszinierender Kunst- und Kulturlandschaft gibt es hier vieles zu entdecken. Bietet sich doch ideal für einen Ausflug an!

Tipps: Bauernhof Weggun, Capriolenhof, Glashütte AnnenwaldeWurlsee Camping Lychen

Tramper Chaussee 2, 16225 Eberswalde, uckermaerkische-seen-naturpark.de

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